Geologie & Natur in Mitteldeutschland

Prof. Dr. Arnold Müller - Geologe / Paläontologe
Teufelsmauer

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Neue Pilzbilder eingestellt

Der sehr seltene Cortinarius terpsichores ist einer der prächtigsten Klumpfüße in den Kalklaubwäldern der Region.

Die Haarschleierlinge (Cortinariaceae) bilden sicher die artenreichste Pilzgruppe mitteleuropäischer Wälder. Weil die Bestimmung und die Artabgrenzung oft sehr schwierig sind, gehen die Meinungen der Fachleute über Artenzahl und Status leider oft weit auseinander und in manchen Fällen bringt erst eine genetische Untersuchung befriedigende Klarheit. In den Kalklaubwäldern an Saale und Unstrut, zwischen Jena und Naumburg sowie Naumburg und Nebra, prägen vor allem Vertreter der Untergattung Phlegmacium das Bild: oft wunderbar gefärbte "Schleimköpfe" und "Klumpfüße", letztere mit ausgeprägter basaler Knolle am Stielgrund. Für die erste Einordnung spielt oft die Farbreaktion mit Kalilauge eine wichtige Rolle. Dann kann man wenigstens die Richtung der weiteren Untersuchungen schon vorsortieren. In vielen Art-Aggregaten geht es dann nicht mehr ohne Mikroskop weiter - und selbst dann ist zuweilen keine befriedigende Klarheit zu bekommen. Und wer hat schon die Zeit, jeden Fund zu mikroskopieren? Ich bin hier also so weit gegangen, wie es mit "Bordmitteln" möglich war. Einige gute Tips verdanke ich Manfred Huth in Freyburg an der Unstrut. Herzlichen Dank dafür.

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