Geologie & Natur in Mitteldeutschland

Prof. Dr. Arnold Müller - Geologe / Paläontologe
Teufelsmauer

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Pilzfrühling 2019

Der Frühling zeigte sich in diesem Jahr recht launisch. Zunächst sehr trocken, dann doch mit einigen (meist geringen) Niederschlägen und schließlich mit Kälterückfällen und auch Schneefällen bis in das Hügelland. Dennoch gab es trotz aller Probleme Pilze. Am 04. April gab es bei Jena-Coppanz in einem Hangwald auf Muschelkalk unter Eschen ein Massenvorkommen von Verpeln. Einige Hundert Exemplare waren zu beobachten - ein seltenes Schauspiel. Auf dem Gelände des alten Truppenübungsplatzes im Jenaer Forst waren einige große Spitzmorcheln zu sehen - ebenfalls unter Eschen.

Bei einer Wanderung am 1. Mai im Saale-Unstrut-Gebiet wurden trotz schlechter Voraussetzungen (wieder zu trocken) in einem feuchten Tal jede Menge Morcheln gefunden: Käppchenmorcheln und Graubraune Morcheln (schlechthin der Urtyp der "Speisemorcheln". Es gibt also trotz widriger Verhältnisse die geschützen Nischen, wo etwas passiert. Inzwischen hat es ja ausgiebiger geregnet und wenn es wärmer wird, kommt das Pilzwachstum sicher richtig in Gang.

Verpeln

Böhmische Verpeln oder Runzelverpeln (Ptychoverpa bohemica) und ganz rechts eine recht große Spitzmorchel (Morchella conica).

Morcheln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Käppchenmorcheln (Morchella semilibera) und Graubraune Morcheln (Morchella esculenta) am 1. Mai.

 

 

 

 

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