Geologie & Natur in Mitteldeutschland

Prof. Dr. Arnold Müller - Geologe / Paläontologe
Teufelsmauer

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Rückschau 2020-2021

Forschbungsbohrung Schneidlingen 1/2018

Ende August bis Anfang September 2018 wurde die Forschungsbohrung Schneidlingen 1/2018 in der Egelner Südmulde abgeteuft. Sie wurde bei 70 m Endteufe eingestellt und lieferte einen vollständigen Kern der marinen Schichtenfolge von der Silberberg-Formation über den Rupelbasissand bis zu den unteren 15 m der Rupelton-Formation. Das ergab insgesamt 422 Proben zu 600 g, insgesamt also 253,2 kg Sediment. Diese Menge wurde auf 0,4 mm kleinste Siebmaschenweite geschlämmt und die Rückstände wurden komplett ausgelesen.  Fossilgruppen von besonderem Interesse (Pteropoden, Fischotolithen u.a.) sind ausgezählt worden für Häufigkeitsanalysen.

Nach der mühevollen Probenbearbeitung erfolgte der übliche weitere Arbeitsgang. Systematische Sortierung, Bestimmung und Archvierung des Fossilmaterials und Erfassung in Datenbanken bzw. Exceltabellen. Inzwischen hat sich ein ganzens Kollegium zur Bearbeitung der Proben eingefunden und gemeinsam wird eine umfassende Publikation erarbeitet, deren Erscheinen im Spätsommer auf der Agenda steht.

Abschluss der Bohrarbeiten und geophysikalische Vermessung Anfang September 2018. Linke Seite: der Sponsor Dipl.-Ing. Peter Wölk (Firma BOG Bohr-und Umwelttechnik GmbH, Caaschwitz in Thüringen). Rechte Seite von links nach rechts.: A. Müller, S. Meier, R. Wimmer, W. Voigt und M. Maurer.

Während der Kerndokumentation ausgebreitet: Gesamter Kern der Bohrung Schneidlingen 1/2018 mit wichtigen stratigrafischen Grenzen: 1 Grenze Quartär/Rupelton, 2 Grenze Rupelbasissand/Silberberg-Formation (Atzendorf-Subformation), 3 Grenze Atzendorf-Subformation/Marbe-Subformation der Silberberg-Formation.

LENTIPECTEN

Perfekt getroffen: Vollständig erhaltener Lentipecten corneus im Kern der Atzendorf-Sfm.

Lohn vieler Mühen: Exakte Erfassung der Häufigkeitsverteilung holoplanktonisch lebender Flügelschnecken (Pteropoden).

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